Anlage 2

Antwortvorschläge auf Kinderfragen

Warum bleiben Schulen geschlossen?
Gerade in Schulen kommen jeden Tag viele Menschen zusammen und könnten sich leicht gegenseitig anstecken. Wenn man alle Schulen eine Weile schließt, könnte es einfacher sein, die Ausbreitung des Virus zu bremsen. Für die Politiker der Bundesländer war es keine leichte Entscheidung, die Schulen zu schließen. Aber es ist notwendig.
Warum kann ich nicht zum Training oder in die Musikschule?
Es dürfen nicht zu viele Menschen zur gleichen Zeit krank werden. Es gibt nicht so viele Betten in den Krankenhäusern und so viele Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger, die helfen, dass möglichst viele wieder gesund werden können. Damit sie sich nicht bei anderen anstecken und andersherum, sind viele Menschen zu Hause und deshalb müssen auch Kinder zu Hause bleiben. Nur so kann verhindert werden, dass mehr Menschen gleichzeitig krank werden, als im Krankenhaus behandelt werden können.
Warum darf ich meine Freunde nicht treffen?
Da man in den ersten Tagen der Infektion meistens noch keine Anzeichen einer Krankheit hat, sollte man sich von anderen Menschen fernhalten. Es geht für die Kinder darum, sich selbst und ihre Freunde vor einer Ansteckung zu schützen. Den Kindern sollte erklärt werden, dass derzeit Abstand der beste Ausdruck von Zuneigung und Fürsorge ist.
Warum dürfen manche Kinder zur Schule gehen?
Wenn Schulen zumachen, müssen viele Eltern zu Hause bleiben und fehlen bei der Arbeit. Das ist insbesondere dann nicht gut, wenn Eltern z. B. im Krankenhaus, in der Pflege oder in anderen besonders wichtigen Berufen mit Aufgaben der Sicherung und Erhaltung öffentlicher Sicherheit und Ordnung oder der Daseinsvorsorge arbeiten. Deshalb hat man für Kinder dieser Eltern Kindertbetreuungsplätze in den Schulen eingerichtet.
Sind Kinder gefährdet?
Kinder gehören nicht zur bekannten Risikogruppe bei einer Coronavirus-Erkrankung. Bei infizierten Kindern verläuft die Erkrankung in der Regel mild. Es kann sogar sein, dass sich gar keine Symptome zeigen. Aber trotzdem könnten sie das Virus verbreiten und müssen daher auch mit den derzeitigen Einschränkungen leben. Aber Achtung: Es kann auch bei Kindern und Jugendlichen ernste Fälle geben.
Können wir noch Verwandte besuchen?
Für die Verwandtschaft gelten die gleichen Verhaltenshinweise wie für alle anderen. Am besten vermeidet man Familienbesuche oder schränkt sie auf ein absolut notwendiges Maß ein. Besonders ältere Familienmitglieder sollten jetzt nicht besucht werden, weil sie zu einer der Risikogruppen gehören. Es könnte sein, dass die Kinder das Virus in sich tragen, aber keine Symptome zeigen. Telefonischer Kontakt ist jederzeit möglich.
Corona ist doch nur wie eine Grippe?
1. Nein. Das Coronavirus ist deutlich ansteckender als die Grippe.
2. Es gibt eine lange Phase, in der noch keine Symptome auffallen, sich das Virus aber besonders aggressiv verbreitet. Außerdem gibt es bislang keinen Impfstoff oder überhaupt wirksame Medikamente. Damit jeder, der intensive Behandlung benötigt auch Hilfe in einem Krankenhaus erhalten kann, müssen wir alle gemeinsam dafür sorgen, dass nicht zu viele Menschen gleichzeitig erkranken.
Wie kann man sich anstecken?
Das Virus wird insbesondere von Mensch zu Mensch übertragen. Das passiert zum Beispiel, wenn eine infizierte Person hustet, niest oder spricht. Dadurch werden die Viren in der Luft verteilt, so dass sie eine andere Person einatmen könnte. Auch über die Hände können die Viren weitergegeben werden. Von der Ansteckung bis zum Krankwerden kann es bis zu zwei Wochen dauern. Auch in dieser Zeit, also noch bevor jemand sich richtig krank fühlt, kann derjenige bereits ansteckend sein.
Was man kann dagegen überhaupt machen?
Es müssen Hygieneregeln beachtet werden. Die wichtigste ist hier das regelmäßige und gründliche Händewaschen. Zu anderen Personen ist ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zu halten.
Bei Anzeichen von Krankheit, insbesondere bei Fieber und trockenem Husten, muss man zu Hause bleiben. Die Eltern rufen den Hausarzt an.